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Content / Recherche

Europakarte2_neu

* 1995/96, 6 Monate quer durch Europa, 10 Design-Metropolen, 150 Interviewpartner aus dem internationalen Design-Bereich, diese einzigartige Recherche-Reise hatte folgendes zum Ziel: aktuelle Informationen zum Stand des Design in Europa.

Flaggenstreifen

Von Zaha Hadid bis Bruno Munari, sie alle gaben uns ein Interview, um uns Ihre Auffassung von Design mitzuteilen. Nicht immer gleichermaßen berühmt aber mindestens ebenso aussagekräftig die Zahl derer, die unsere Recherche-Plattform nutzen wollten, um an diesem Projekt teilzuhaben.

150 Interviews mit Menschen aus den Bereichen Design, Architektur, Kunst, Ausbildung, Theorie, Museum, Presse, Wirtschaft und Organisation – was wir herausfanden? Zunächst einmal die Tatsache, dass Design in Europa mindestens 10 verschiedene Gesichter hat. Wir konnten feststellen, welch großen Einfluss die Landesmentalität auf das Design nimmt. Dass bspw. das perfektionistische deutsche schwarz-weiß Denken und das hitzige und zugleich kühle spanische Temperament Welten trennten, oder das so gern vereinheitlichte „skandinavische“ Design hingegen deutlich spürbare Unterschiede aufwies.

arad      mariscal      branzi      morace   amat      lovegrov      smith      bonsiepe

* 2000 Bilder, ein zwei Meter hoher Materialstapel, 90 Audio-Stunden Interviews und 20 Stunden Video-Material warteten auf ihre Ausarbeitung:

Zwei Aspekte stachen hervor:

Die Individualität und Vielfältigkeit der einzelnen Länder, die eine offensichtliche Abgrenzung zu den anderen Ländern darstellte und ihnen auf diese Weise ein Alleinstellungsmerkmal verlieh, war auffällig. „Design in Europe“ war zu jenem Zeitpunkt keine Aussage, die hätte getroffen werden können. Vielleicht aus diesem Grund, dass sich alle Länder Europas autark bewegten, mangelte es nach Aussage aller Interviewpartner an einer Ebene und Kultur des Austausches, informativ wie kommunikativ.

Uns wurde deutlich, eine internationale Plattform, auf der sich alle Designer und Design-Interessierten allgemeingültig und interaktiv begegnen könnten, wäre ein großer Nutzen für das Design in Europa. Das aufkommende Internet bot dazu eine geradezu ideale Basis. Wir überlegten nicht lange, spitzten die Bleistifte und machten uns an die Entwicklung des ersten Europäischen Design Netzwerkes im Internet. „Design Exchange“ war geboren.

Projekt-Idee und Umsetzung: Silke Wagener und Miriam Steffen Okt. 1995 - März 1996